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Erlebnisführungen im Naturpark
Erlebnisführungen im Naturpark Südsteirisches Weinland 2011 ...
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Frau Anna Ehmann geb. 1938, Mutter und begnadete Köchin - der Herrgott wird's schon wissen.
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Mein Wunsch wäre es gewesen, Pfarrerköchin zu werden. "Meine Großtante war Pfarrerköchin und fast wär' ich sogar ihre Nachfolgerin geworden. Ich hab' viel gelernt bei meiner Großtante, weil für den Herrn Pfarrer hat sie damals schon bessere Sachen gekocht. Ich habe da immer aushelfen dürfen und weil's halt meine Lieblingstante war, hat sie sich besondere Mühe gegeben, mir etwas beizubringen. Als dann die Tante krank wurde, hab' ich sogar ein paar Monate allein am Pfarrhof gekocht und nebenbei meine Tante gepflegt. Es gab viel zu tun. Da waren die Festtage, Missions- und Einkehrtage und Hochwürden hatte auch öfter Besuch von Kaplänen und anderen hohen Herren. Oft war es so, dass die geistlichen Herren sehr schön miteinander g'sungen haben und da ist es schon mal passiert, dass ich vor lauter Zuhören aufs Kochen vergessen hab' und mir was angebrannt ist. Aber der Herr Pfarrer war ein freundlicher Mann und hat nie mit mir geschimpft.
Doch wie das Leben so spielt, ist halt nichts geworden aus dem Verbleib am Pfarrhof, weil ich meinen Mann schon gekannt und ihm versprochen habe, dass ich ihn heirate. Im 61er Jahr hab' ich dann hierher zugeheiratet und bin Hausfrau und Mutter geworden. Das war mir so zugeteilt im Leben. Hier bei meinem Mann haben sie mich auch recht schnell akzeptiert, weil ich hab' halt recht gut kochen können. Hier hab' ich aber auch sehr schwere Schicksalsschläge erlebt. Meine Tochter ist viel zu jung gestorben und mein Mann auch schon. Leicht waren die Zeiten nicht und oft hat man sich gefragt, warum einem der Herrgott soviel abverlangt aber er wird's schon wissen.
Wenn ich ehrlich bin, gekocht hab' ich mein Leben lang sehr gern und auch heut' mach' ich noch oft alte Sachen von früher wie einen Semmelkrenn, einen Erdäpflschmarrn oder ein Kriegsschnitzerl. Früher haben wir ja alles das verkocht, was wir selber am Hof produziert haben. Fleisch hat es da nicht oft gegeben, außer, wenn mal ein Hendl verschoppert worden ist oder zu den hohen Feiertagen, wenn ein Schweinfleisch auf den Tisch kam.
Meine Liebe zum Kochen hab' ich an meine Söhne weitergegeben und beide sind Koch geworden. Da war's dann so, dass sie essen mussten was ich gekocht hab und dafür mussten sie mir zeigen, was sie Neues in der Schule gelernt hatten. Und heute freu' ich mich besonders, wenn alle Kinder und Enkel zusammen kommen und ich für sie aufkochen kann.
Oft hab' ich mir gedacht, wie's mir wohl als Pfarrersköchin ergangen wär' und ob mir vielleicht so manches erspart geblieben wär'. Aber dann muss ich immer an das Lied denken, dass meine Tochter so gern gesungen hat und dann geht's mir auch so wieder gut. "Schön ist es auf der Welt zu sein".
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Punschtrinken am Weiberhof
Punschtrinken am Weiberhof in Goldes/Großklein, ab 15.00 Uhr
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