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Erlebnisführungen im Naturpark
Erlebnisführungen im Naturpark Südsteirisches Weinland 2011 ...
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Anton Bernhard, geboren 1940 erinnert sich gerne an die Zeit seiner Jugend als zu Pfingsten noch allerhand Schabernack getrieben wurde.
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Wie ma noch jung woan, so in die 60iger Jahr', war's allgemein der Brauch dass man am Pfingstsamstag im Dorf bei den Häusern und Höfen was verzaht hob'n. Das Wagnziachn zu Pfingsten war für uns Jungen immer die größte Gaudi.
Es war damals üblich, dass ma die Wäg'n (Anhänger) von den Höfen verschleppt haben, oder sonst haben wir die Gartentürln und Scheunentore verzaht. Versteckt san die Sachen dann immer am Waldweg oder auf einer Lichtung worden, damit der Besitzer a seine Freud' beim Suchen hat.
Manchmal ist es dann schon ziemlich knapp geworden weil manche Bauern natürlich auf ihre Sachen auf'passt haben. So ist es uns zum Beispiel einmal passiert, dass wir uns ganz vorsichtig auf einen Hof schleichen und durch die Hüttentür den Bauern mit der Goasl (Peitsch) auf dem Wagen sitzen hob'n g'sehen. So leicht hat man uns dann aber nicht abschrecken können, denn zwei von uns haben sich auf den Bauern g'schmissen und der Rest ist mit dem Wagen samt dem Bauern Richtung Wald gelaufen. Der Bauer hat sich zwar heftig gewehrt, aber am End' ist ihm nichts anderes übrig geblieben als zu Fuß vom Wald wieder nach Hause zu gehen denn, allein hat er den Wagen natürlich nicht mitnehmen können. Und ein anderes Mal waren wir auch grad mit einem Wagen durchs Dorf unterwegs, da ist uns ein Bauer, der gerade schön ang'soffen auf dem Heimweg vom Wirtshaus war, entgegengekommen und hat vor lauter Gaudi gleich beschlossen uns zu helfen. Gesagt, getan. Er stellt sich hinter den Wagen und hilft uns fleißig ihn aus dem Dorf hinaus zu schieben. Erst als wir schon einige Zeit mit ihm unterwegs waren, fangt er an sich den Wagen genauer anzuschauen und mit einem Ruck und unter lautem Fluchen ist ihm dann klar geworden, dass er uns dabei hilft seinen eigenen Wagen zu verzahn. Zum Glück war er schon zu müd' und auch zu rauschig sonst hätt's wahrscheinlich ein paar Watsch'n geben.
Und ein Mal, das soll nach dem Krieg gewesen sein, hat die Dorfjugend einem Bauern sogar einen Wagen zerlegt und auf dem Dachfirst seines Hauses wieder zusammen gebaut, Das war aber noch net genug, zu allem Übel haben sie den Wagen dann noch mit Mist vollgemacht. Natürlich hat die ganze Gemeinde ihn ausg'lacht.
Eine riesen Hetz war auch immer das Aufhängen von Pfingslettern und Pfingstweibern. Diese Puppen, meist mit Stroh oder Heu gefüllt, wurden an diejenigen verteilt, die schon Überzeitig (über das heiratsfähige Alter hinaus) waren. Meist haben wir die Puppen auf hohe Bäum' oder Gibel gehängt damit ma sie net so schnell herunter bekommt.
Die Pfingststreich gibt's zwar heut' auch noch bei uns, aber so wild wie früher treiben sie es heut' nicht mehr. Und bei allem Geschimpfe unserer Opfer muss ma doch sagen, es ist nie was passiert und wir haben nie etwas kaputt g'macht. Es war uns hernach auch niemand wirklich bös', weil ja die ganzen alten Bauern früher selber gern beim Wagenziehen dabei g'wesen sind.
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Veranstaltungen:
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Punschtrinken am Weiberhof
Punschtrinken am Weiberhof in Goldes/Großklein, ab 15.00 Uhr
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